So funktioniert die DLP-Technologie

1. Der Halbeiter, der die Anzeige weiter revolutioniert

DLP-Technologie, DLP-Chip

Das Herzstück von DLP® Projektionssystemen ist ein optischer Halbleiter, der sogenannte DLP® Chip. Er wurde im Jahr 1987 bei Texas Instruments von Dr. Larry Hornbeck erfunden.

Der DLP-Chip ist der vielleicht raffinierteste Lichtschalter der Welt. Er enthält ein rechteckiges Feld von bis zu 8 Millionen schwenkbar angeordneten, mikroskopisch kleinen Spiegeln. Jeder dieser Mikrospiegel misst weniger als ein Fünftel der Breite eines menschlichen Haars.

In Kombination mit einem digitalen Video- oder Grafiksignal, einer Lichtquelle und einem Projektionsobjektiv kann ein DLP-Chip mit seinen Spiegeln ein digitales Bild auf eine beliebige Oberfläche reflektieren.

2. Das Graustufenbild

Die Mikrospiegel eines DLP-Chips weisen in einem DLP-Projektionssystem entweder zur Lichtquelle (AN) oder davon weg (AUS). Dies erzeugt jeweils einen hellen oder dunklen Bildpunkt auf der Projektionsfläche.

DLP-Technologie, mikroskopisch kleine Spiegel

Das als Bitstrom codierte Bild, mit dem der Halbleiter angesteuert wird, schaltet jeden Spiegel zehntausende Male pro Sekunde ein und aus. Wenn ein Spiegel häufiger ein- als ausgeschaltet ist, stellt er einen grauen Bildpunkt dar. Ein Spiegel der noch häufiger ausgeschaltet ist, erzeugt einen Bildpunkt mit noch dunklerem Grau.

Auf diese Weise können die Spiegel in einem DLP-Projektionssystem Bildpunkte mit bis zu 1.024 Graustufen reflektieren und so das in den DLP-Baustein gelangende Video- oder Grafiksignal in ein äußerst detailliertes Graustufenbild verwandeln.

3. Farbe

Das von der Lichtquelle in einem DLP-Projektionssystem erzeugte weiße Licht durchläuft auf seinem Weg zur Oberfläche des DLP-Bausteins einen Farbfilter. Dieser zerlegt das Licht mindestens in die Farben Rot, Grün und Bau, aus denen ein aus einem einzigen DLP-Chip bestehendes Projektionssystem mindestens 16,7 Millionen Farben erzeugen kann.

Die BrilliantColor™ Technologie ermöglicht durch Zusatzfarben wie Cyan, Magenta und Gelb die Erweiterung der Farbpalette und eine noch leuchtendere Farbwiedergabe. Viele DLP-Projektionssysteme sind anstelle der traditionellen Weißlampe mit einer Halbleiterbeleuchtung ausgestattet. Dadurch kann die Lichtquelle die erforderlichen Farben ohne Farbfilter abstrahlen. Manche DLP-Systeme arbeiten mit drei DLP-Chips, insbesondere die extrem hellen Projektoren für Großraumanwendungen wie etwa in Konzerten oder Kinos. Solche Systeme können sogar bis zu 35 Billionen Farben erzeugen.

Die Ein- und Ausschaltzustände der einzelnen Mikrospiegel werden durch diese grundlegenden Farbbausteine koordiniert. So reflektiert beispielsweise ein für die Projektion eines violetten Bildpunkts zuständiger Spiegel nur rotes und blaues Licht auf die Projektionsfläche; dort entsteht aus der Mischung der beiden Farben dann der gewünschte Farbton im projizierten Bild.

4. Breites Spektrum von Anwendungen

Die DLP-Technologie ist die weltweit flexibelste digitale Darstellungstechnik, deren Spektrum von großen Kinosystemen bis hin zur Projektion von mobilen Handgeräten reicht, die durch DLP Pico ermöglicht wird. Entwickler nutzen die DLP-Anzeigetechnik auch auf ganz neue Arten für Lösungen in den Bereichen Industrie, Medizin, Sicherheit und Automobil.

Unabhängig von Anwendung oder Design sind Anzeigesysteme auf der Basis der DLP-Technologie nach wie der Schlüssel zur Lösung praktischer Probleme. All das beginnt mit dem DLP, einem kleinen Bildgebungs-IC mit Millionen mikroskopisch kleiner Spiegel.